Blind sein - wie ist das? Herr Zimmerhansl erzählt...

Herzog-Tassilo-Grundschule Aiterhofen

Unsere dritten Klassen bekamen im Januar 2026 sehr besonderen Besuch: Herr Zimmerhansl, ein Vertreter des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes, kam mit seiner Begleitung zu uns in die Schule. Passend zum aktuellen HSU-Thema „Auge“ berichtete er uns über sein Leben mit Sehbehinderung.

Zunächst stellte sich Herr Zimmerhansl vor und erzählte den Kindern, dass er nicht von Geburt an blind sei, sondern wie er durch einen Unfall die Sehbehinderung erlangte und wie für ihn die Zeit danach war. Im Anschluss berichtete er, wie er mit seiner Behinderung im Alltag zurechtkommt, welche Hilfsmittel ihn dabei unterstützen – unter anderem ein Blindenstock, eine Uhr mit tastbaren Zeigern und ein Gerät, welches ihm beispielsweise die Farben seiner Klamotten verrät – und was ihm Schwierigkeiten bereitet. Dazu gehören „einfache“ Dinge wie Kaffeemaschinen oder andere Geräte mit Touch-Funktion. Auch erklärte er den Kindern, dass seine anderen Sinne, zum Beispiel der Geruchs- und der Hörsinn, ihm nun umso mehr durch den Tag helfen. All seine Erzählungen wurden durch von Herrn Zimmerhansl gedrehte Videos, die seinen Alltag zeigen, untermalt.

Abschließend hatten die Kinder natürlich viele Fragen, welche sie gerne stellen durften. Zudem bekam jedes Kind ein Blinden-ABC und eine Brille, die ein sehr geringes Sehvermögen simuliert. Dadurch erlebten die Schüler selbst hautnah, welche Schwierigkeiten eine Sehbehinderung mit sich bringt.

 

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Zimmerhansl für seinen lehrreichen und eindrucksvollen Besuch. Den Kindern wurde dadurch noch bewusster, wie wichtig und kostbar zum einen unser Sehsinn ist, zum anderen aber auch die Bedeutung der Rücksichtnahme auf (seh-) behinderte Menschen im Alltag.